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***Sodomie mit Hühnern:*** Bei der Unzucht mit Hühnern tritt durch die
gewaltsame Eröffnung der Kloake und den gewöhnlich vom Täter angewendeten
Würgegriff am Hals stets der Tod des Tieres ein. An der Bekleidung des Täters verbleiben
dementsprechend als Tatspuren Hühnerfedern und Hühnerblut- und -kotspuren
zurueck. Abb. 6 zeigt die Schrittpartie der Hose eines 30jährigen Mannes, der
überführt wurde, in einem Hühnerstall eingebrochen und zwei Hühner
missbraucht zu haben. Unterhalb des Hosenschlitzes konnten Anhaftunggen von
Hühnerfedern und Hühnerkot sowie größere Blutflecke, Blutverschmierungen und
Blutabrinnspuren von Hühnerblut nachgewiesen werden. Die Abb. 7, 8 u. 9
zeigen den äusseren Zustand eines zur Unzucht mißbrauchten getöteten Huhnes.
Die Abdominalfedern sind wild zerzaust und mit ausgeflossenen Hühnerblut,
Hühnereiweiss und Eigelb sowie menschlichem Sperma verklebt (Abb.7). Nach
Entfernung der Federn wird die aufgerissene blutverkrustete Kloakenöffnung
sichtbar (sihe Abb. 8) und am Hals kommen die durch den Würgegriff des Täters
gesetzten Hautverletzungen und Blutunterlaufungen zum Vorschein (Abb.9). Bei
der Sektion dieses Huhnes konnte im Gegensatz zur Mehrzahl gleichartiger
Fälle, keine Durchstoßung der hinteren Kloakenwandung zur Bauchhöhle
festgestellt werden. Der Penis ist in diesem Falle in den unteren,
schlaffwandigen und erweiterten Teil des Eileiters, den Eihalter, bis zu
einem dort gelagerten und dabei zerdrückten Ei vorgedrungen, wo selbst die
Hauptmenge menschlicher Spermasektretspuren nachzuweisen war. Quelle: Kriminalistik 13, Seite 332 f. |