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Titel-Story Sexuelle Misshandlung von Tieren Es gibt viele Tabus, die mensch
erhält, um die Schattenseiten der Menschheit
lieber im Dunkel zu belassen. Und mensch möchte
häufig nur allzu gerne vermeiden, ratlos vor
einem weiteren Dilemma hinsichtlich unserer
menschlichen Ge- sellschaft zu stehen. Auch gibt
es Dinge, die er- schütternd sind, aber in keines
der gewöhnlichen Raster der Empörungen
hineinpassen, so dass mensch eher dazu neigt, diese
furchtbaren Dinge unerwähnt zu lassen. Es gibt viele Themen die keine
sind. Sexualität ist eines der bestimmendsten Themen in einer Gesellschaft, die sich in eine Dichotomie eines sich als unter- drückt empfindenden Matriarchats und eines als bestimmend erlebten Patriarchats einteilt. Innerhalb der menschlichen Geschlechter-Dichotomie pflegt man/frau seinen/ihren indivi- duellen Sinn für Erotik in vielleicht unterschiedlich motivier- ten Formen bis hin zur pervertierten Vulgarität. Und Erotik mag vielleicht auch einen essentiellen Teil unseres evolu- tionsbiologischen menschlichen Erbes ausmachen. Erotik kann zu einer Art Besinnung auf eine Ästhetik des all- gemein Biologischen empfunden werden, in der sich die eige- ne Identität als Mensch in ihrer Eigenart zu den anderen bio- logischen Formen und den anderen Spezies des Tierreichs- wahrnimmt. Es gibt aber ein gesellschaftliches Randphäno- men in der die Übertretung der Speziesbarriere als lust- bringend empfunden wird und Tiere als Sex-Objekte für menschliche Phantasien missbraucht werden: Die Zoophilität oder auch Sodomie. Die Organisation Animal Peace hatte bereits 1997 ein Inter- view mit einem Sodomiten veröffentlicht, dessen Echtheit jedoch oft bezweifelt wurde - zu offen sprach er über die Quälereien der Tiere. Wir suchten lange, fanden aber nur wenige Menschen, die offen über ihre sexuelle Vorliebe zu sprechen bereit waren. In diesem Bericht geht es vornehmlich darum, ausführliche Informationen über die verschiedenen Formen des sexuell motivierten Tiermissbrauchs und die missbrauchenden Per- sonen zu bieten. was ist sodomie? Zur Sodomie gehört sowohl die vaginale, anale oder orale Penetration als auch das Petting, der oral-genitale Kontakt, die Penetration mit Hilfe von Objekten und das Töten oder verletzen eines Tieres zur sexuellen Befriedigung. Sexueller Missbrauch kann auch andere physische Gewalt als allein die sexuelle Gewalt beinhalten und kann auch in der bewussten physischen Verletzungen des Tieres resultieren. Sexueller Tiermissbrauch ist, ebenso wie bei der Vergewaltigung unter Menschen, die Erotisierung von Gewalt, Kontrolle und Aus- beutung. Zwar spielt nicht immer physische Gewalt eine Rolle - in manchen Fällen ist tatsächlich echte Liebe, Suche nach Zärt- lichkeit ein mögliches Motiv für einige SodomitInnen - doch ist der Übergang zu sadistischen Sex-Praktiken oftmals sehr groß: Deutsche Sexualforscherinnen schätzen die Zahl der Tiere, die jährlich und allein in Deutschland durch Sex praktiken mit Menschen zu Tode kommen, auf etwa eine halbe Million. Und Studien des Federal Buero of Investigation (FBI) zufolge hatten über 80 Prozent der Frauenmörder und Vergewaltiger vor ihren Verbrechen oder parallel dazu Sex mit Tieren. sodomie ist weit verbreitet Ergebnisse aus Studien über die Verbreitung der Sodomie gehen weit auseinander. Zwischen 1 und 69 Prozent der Männer vergehen sich demnach an Tieren. Eine deutsche Studie geht von 8 Prozent der Männer und 3 Prozent der Frauen aus, die Tiere für die Befriedigung ihrer sexuellen Lust missbrauchen. Auf dem Land erhöhe sich die Zahl leicht auf etwa 15 Prozent. SodomitInnen fühlen sich oft isoliert, unsicher und machtlos. Unter ihnen sind viele, die als Kind oder auch erst als Er- wachsener sexuell oder auf andere Weise misshandelt wur- den. Ihre Erlebnisse versuchen sie nun zu kompensieren, indem sie durch die Misshandlung von Tieren ein Gefühl von Kontrolle zu erlangen versuchen. Durch das Leid, die Schmerzen und die
Erniedrigungen, die sie den Tieren zu fügen, können sie wiederum sexuelle Befriedigung empfin- den. Eine 1991 im International Journal of Psychosomatics veröf- fentlichte Studie der Wissenschaftler Alvarez und Freinhar- zeigt, dass die Sodomierate bei eingewiesenen Psychiatrie PatientInnen bedeutend höher (55 Prozent) ist, als bei sta- tionär behandelten Personen (19 Prozent) oder gar bei An- gestellten der Psychiatrie (15 Prozent). Weshalb die Zahlen der Menschen, die Tiere sexuell missbrauchen, so weit aus- einander driften ist klar: Die Opfer können nicht aussagen. Sodomie kennt keine Speziesgrenzen: Von der Maus bis zum Rind - jedes Tier kann einemSodomiten beziehungsweise einer Sodomitin sexuelle Befriedigung bringen. Auch, wenn beispielsweise die Ziege (Bilder 1 und 2)* nicht so will, wie der Mann hinter ihr. Dringt der Mann bei der Ziege anal ein, hat das für die Ziege meist Verletzungen im Enddarm zur Folge. Die meisten Fotos zeigen Sex mit Hunden. Ebenso wie bei den Pferden, die den traurigen zweiten Platz in der 'Beliebtheits- skala' einnehmen, ist auf den Fotos meist oraler oder vagi- naler Sex zwischen Frauund Rüden/Hengst zu sehen. Bilder* wie dieses hiersind eher selten. Hühner haben eine relativ geringe Chance, den Sex-Akt körper- lich unbeschadet zu überstehen. Entweder, sie tragen va- ginale oder anale Verletzungen davon oder ihnen wird 'im Eifer des Gefechts' die Luft abgedrückt oder das Genick gebrochen. das Internet als archiv und forum Doch obwohl keines der Opfer über seine Qualen berichten kann, weiß mensch viel darüber. Denn im Internet dokumen- tieren unzählige WebSites die sexuellen Praktiken mit nahe zu allen Spezies dieses Planeten. Neben Anleitungen und `erotischen' Geschichten finden sich natürlich tausende Fotos und Video-Clips. Die Webmaster verdienen sich durch Werbe- banner auf ihren WebSites und Mitgliedsbeiträge im wahr- sten Sinne des Wortes dumm und dämlich - die Tiere zahlen mit ihrer seelischen und körperlichen Gesundheit und häufig sogar mit ihrem Leben. Risswunden am After bei Hunden durch Analverkehr sind da noch nahezu 'harmlos'. Hühner und Katzen sterben häufig während des Geschlechtsverkehrs, viele Kleintiere wie Hamster oder Mäuse ersticken beim Einführen in die weib- lichen Genitalien. In einigen Fällen werden Tiere vor oder während des Aktes geschlagen, erstochen oder geköpft, um die sexuelle Befriedigung des Menschen zu steigern. Häufig führen sich Sodomitinnen auch Fische (vorwiegend Aale) in die Vagina ein. »der aal ist tot und spürt
nichts mehr« »Ein Fisch ist ausdauernder als jeder Mann«, schrieb uns `Anise`, eine der wenigen, die bereit waren, uns per E-Mail Rede und Antwort zu stehen. Wir wissen nur, dass ´Anise´ aus Arkansas/USA kommt. Über das Forum einer Bestiality-WebSite suchte sie Kontakt** zu anderen SodomitInnen in ihrem Bundes- staat. `Anise´ ist der Name ihrer E-Mail-Adresse. Ihren wahren Namen verriet sie uns nicht. Sie hatte mit der Befriedigung ihres Katers mit der Hand begonnen und kam dann `auf den Hund`, mit dem sie richtigen Verkehr hatte. Doch der sei ihr zu wild und zu kurzatmig gewesen. Sie bevorzuge heute Fische, vor allem Aale. »Und das Gute daran ist«, schrieb sie, »ich muss kein schlechtes Gewissen haben: Der Aal aus dem Supermarkt ist tot und spürt nichts mehr. Manche machen es ja mit leben den Fischen.« Über den wahren Grund, weshalb sie Sex mit Tieren hat, wollte sie nicht so recht sprechen. »Ich weiß nicht so genau: Mich ziehen Tiere mehr an, als Menschen. Viel- leicht hat das mit meiner Kindheit zu tun. Aber das reicht jetzt.« `Anise` antwortete nicht weiter auf unsere E-Mails. »sie sind so schön weit« Chris Jones aus Großbritannien vertritt ganz offen die Mei- nung, dass es jedem Menschen frei stehen sollte, Menschen oder Tiere zu lieben. Seine Liebe gilt ganz klar den Pferden. »Ich arbeite auf einem Reiterhof, habe also auch den besten Zugriff auf Pferde.« Warum er gerade auf Pferde steht? »Sie sind so schön weit«, schwärmt der erst Sechzehnjährige, der mit zehn Jahren seinen ersten Sex mit Tieren hatte. »Und wem sie zu weit sein sollten, dass er in seinem Ding nichts mehr spürt, kann auch den Arm nehmen.« Demnächst möchte er mal Hunde 'ausprobieren'. Freunde, die er über den Chat kennengelernt hat, hätten ihm schon so viel davon vorgeschwärmt. sodomie als kunst Unter dem Deckmantel der Kunst lebte auch der Österreicher Hermann Nitsch sexuelle Neigungen mehr oder weniger aktiv aus. Zwar wurde der für sein Orgien Mysterien Theater vor gesehene Geschlechtsverkehr mit Kühen und anderen Tieren zensiert, das Einühren eines Schafskopfes in die Vagina einer Akteurin war aber dann doch noch Teil des Sechs-Tage-Spiels (VOICE berichtete). das crushing Zur Sodomie zählt auch das sogenannte `Crushing`, bei dem vornehmlich Insekten aber auch Echsen und Nagetiere wie Mäuse oder Hamster mit (teilweise nackten) Füßen zer- quetscht werden. Reinen FußfetischistInnen geht es hingegen vornehmlich um die Füße. Sie geben sich meist damit zufrieden, Fotos oder Videos von Füßen oder (im Falle des Crushings) Zigaretten austretenden oder Bananen zerquetschenden Füßen zu se- hen. Auch die 'Crusher' tauschen sich in Internetforen aus, emp- fehlen WebSites mit »besonders genialen MPGs« (MPG ist ein Format für Video-Dateien) oder posten Crushing-Foto Gesuche. In einigen Ländern ist sowohl Sodomie als auch das Crushing legal. So verwundert es nicht, dass in diesen Ländern der Vertrieb von Videos und Zeitschriften über das Internet floriert. die tiere wurden nicht gequält
oder verletzt Diese und ähnliche Statements finden sich auf einigen Beastiality-Websites. Und tatsächlich: Nicht alle Fälle von Tiermissbrauch beinhalten die physische Verletzung des Tie- res. Aber absolut jede sexuelle Belästigung eines Tieres durch einen Menschen ist eine Misshandlung! In seinem 1993 erschienenem Bericht erklärt Dr. Frank As- cione, dass »Bestiality als grausam empfunden werden kann, selbst in Fällen bei denen keine physische Verletzung des Tieres stattfindet (dies verhält sich gleich wie bei Fällen sexueller Handlungen von Erwachsenen an Kindern, wo da von ausgegangen wird, dass das Einverständnis unmöglich ist)«. Tiere seien nicht dazu im Stande, sich über den Vor- gang, der an ihnen ausgeübt wird, bewusst zu sein, können kein Einverständnis dazu erklären oder über erlittene Miss- handlungen sprechen. In einem 1997 erschienen Bericht unterstreicht Piers Beirne, Professor für Kriminologie an der University of Southern Maine: »Für ein echtes Einverständnis zu einer sexuellen Be- ziehung (...) müssen beide Beteiligten das volle Bewusstsein dazu haben, ein Wissen über die Vorgänge und einen positi- ven Wunsch für die Handlung besitzen. Bestiality ist von Grund auf als ein Vorgang der Ausübung eines sexuell for- cierten Zwanges anzusehen, da Tiere nicht imstande dazu sind, in direkter Weise „ja" oder „nein" zu einem Menschen zu sagen in einer Form, die wir einfach verstehen können.« In Mensch-Tier-Beziehungen hat der Mensch die Macht und die Kontrolle über das Tier, häufig in allen Aspekten der Pflege und Versorgung des Tieres und hinsichtlich seines Wohlbefindens. Von daher kann nicht davon ausgegangen werden, dass eine sexuelle Beziehung zwischen einem Men- schen und einem Tier auf Zustimmung basiert.
*** Dieser Beitrag wurde zuerst veröffentlicht im Voice Magazin Nr. 24/Januar 2001, Seite 4 –7. *Nicht veröffentlicht wurden die Bilder des Originalbeitrags. **Quellenangabe durch VTL-Redaktion entfernt. Wir danken dem Herausgeber Andreas Hochhaus für seine Genehmigung.
07.10.07 |