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Westfälischer
Anzeiger vom 2. Juli 2005: Ziegen
missbraucht
Kindergarten entsetzt über eine
unvorstellbare Tat Polizei sucht Zeugin, die sich nur
anonym gemeldet hatte BOCKUM-HÖVEL J Das Entsetzen von
Ingrid Westerteicher, der Leiterin des Kindergartens der Elterninitiative „Am
Eichenwäldchen“, kann man nicht
beschreiben. Überhaupt findet keiner Worte für die unbeschreibliche
Tat, die selbst gestandene Polizisten in ihrer langjährigen Laufbahn noch
nicht erlebt haben: Ziegen, die sich auf dem Außengelände des Kindergartens
an der Rautenstrauchstraße befinden, sind in der Nacht zu Donnerstag von
einem bisher unbekannten Mann missbraucht worden. Übrigens nicht zum ersten Mal. Die
Polizei spricht davon, dass es auch am vergangenen ochenende passiert sein
soll. Einen Vorfall aus dem vergangenen Jahr hatte Ingrid Westerteicher
mittlerweile längst verdrängt. Damals sei keine Anzeige erstattet worden.
Diesmal allerdings ermittelt die Polizei wegen einer Straftat gegen das
Tierschutzgesetz. Eine Zeugin, die sich anonym im
Kindergarten gemeldet hatte, beschrieb den Vorfall so: Sie hatte einen Mann
auf dem benachbarten Spielplatz am Eichenwäldchen beobachtet, der plötzlich
seine Hose herunterließ und über den Zaun auf das Kindergartengelände
geklettert war. Dort soll er sich zuerst mit Wasser abgewaschen haben und war
in den Stall mit den Ziegen gegangen. Danach habe man sehr laute Geräusche
aus dem Stall gehört, die sicherlich auch andere Nachbarn mitbekommen haben
müssten. Kurze Zeit später war der
Sodomist herausgekommen, hat sich wieder abgewaschen und war dann über den
Zaun und mit seinen Kleidungsstücken verschwunden. Eine Beschreibung des
Mannes liegt nicht vor. Die Polizei bittet nun die Zeugin, sich doch bei der
Polizei zu melden. Auch andere Nachbarn, die den Außenbereich des
Kindergartens gut überblicken können und möglicherweise etwas gesehen oder
gehört haben, werden aufgefordert, der Polizei bei ihren Ermittlungen zu helfen.
J hwa Westfälischer Anzeiger vom 15. Juli
2005: Pferd
missbraucht Im Hammer
Norden wurde der Täter in flagranti erwischt HAMM-NORDEN · Es hat
einen erneuten Fall von Tiermissbrauch gegeben - diesmal im Hammer Norden. Wie
die Polizei gestern erst auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, soll sich am
4. Juli ein unbekannter Mann an einem Pferd auf einer Wiese am Graudenzer Weg
vergangen haben. Nur wenige Tage zuvor war bekannt geworden, dass ein Mann in
Bockum-Hövel in der Nähe eines
Kindergarten Ziegen missbraucht hatte (WA berichtete). Im Hammer
Norden wurde der Täter sprichwörtlich "in flagranti" erwischt. Das
Pferd soll sich zur Tatzeit auf einer Weide neben der alten Zechenbahn
befunden haben. Eine 14-jährige Jugendliche habe gesehen, wie sich ein Mann
mit herunter gelassener Hose, der auf einem Hocker hinter dem Pferd stand, an
dem Tier verging. Als der Täter bemerkte, das er von dem Mädchen beobachtet
wurde, ließ er von dem Pferd ab und ergriff die Flucht. Eine wirklich
verwertbare Beschreibung liege nicht vor, teilte die Polizei gestern auf
Anfrage mit. Der Täter sei 30 bis 35 Jahre alt gewesen, war etwa 175
Zentimeter groß, soll braune Augen gehabt haben und eine braune Hose sowie
eine silberne Creole im Ohr getragen haben. "Das trifft aber sicherlich
auf sehr viele Männer zu", erklärte der Sprecher der Polizei. Frage der
Strafbarkeit ist nicht geklärt. Der
Eigentümer des Pferdes habe Strafanzeige wegen Tiermisshandlung gestellt.
Allerdings sei es rechtlich nicht geklärt, ob der Missbrauch eines Tieres
auch tatsächlich strafbar sei, hieß es von der Polizei. Damit müsse sich
jetzt die Staatsanwaltschaft beschäftigen. Übrigens war der Tier-Missbrauch
vom 4. Juli nicht der erste Fall im Hammer Norden. Schon im März dieses
Jahres sei es zu einem Übergriff auf ein Pferd gekommen. Damals sei der Fall
vom Eigentümer allerdings nicht angezeigt worden, teilte der Polizeisprecher
mit. uw Mit freundlicher Genehmigung
der Redaktion >>> Westfälischer Anzeiger |