|
Veterinärverband
fordert eindeutige Regelungen gegen sexuelle Übergriffe auf Tiere Schwedischer Veterinärverband Stockholm, den
19. Januar 2004
PRESSEMITTEILUNG Das Radioprogramm „Front“ thematisierte
heute das Phänomen „Sex zwischen Mensch und Tier“, auch Zoophilie oder
Sodomie genannt. Der Schwedische Veterinärverband
sieht Anzeichen für eine zunehmende Aktivität in diesem Bereich innerhalb des
letzten Jahres. Das Thema ist häufig Gegenstand von Chats oder
Diskussionsforen im Internet. Ebenso wurde festgestellt, dass sich die Anzahl
tierpornographischer Bilder im Internet seit des Verbots der
Kinderpornographie im Jahre 1999 erhöhte. Ausländische Studien und
persönliche Berichte von schwedischen Tierärzten weisen darauf hin, dass es
in zahlreichen Fällen zur körperlichen Schädigung des Tieres kommt.
Vergleichbare Stresssituationen belegen erfahrungsgemäß, dass die Mehrzahl
der betroffenen Tiere ebenfalls psychischem Leiden ausgesetzt ist. In Schweden wurde das
Sodomieverbot im Jahre 1944 abgeschafft. Jedoch aufgrund der hohen Risiken
einer körperlichen und seelischen Schädigung des Tieres ist der Schwedische
Veterinärverband davon überzeugt, dass der Sex mit Tieren mit Bezug auf das
Tierschutzgesetz als strafwürdiges Verhalten
angesehen kann. Bedauerlicherweise ist der heutige Gesetzestext
mangelhaft und sollte insoweit ergänzt werden, als dass aus ihm sexuelle
Übergriffe auf Tiere eindeutig als unzulässig hervorgehen. Ebenso muss der
sexuelle Übergriff gegenüber Tieren deutlicher als strafbare
tierschutzwidrige Handlung erkennbar in die bestehenden strafrechtlichen
Regelungen (Strafbare Handlungen, Kapitel 16, §13) aufgenommen werden. Übersetzung: Gabriele Frey |