Niederländische Abgeordnete fordern strengere Gesetze gegen Sodomie

 

11. März 2004

 

Amsterdam. Die kritischen Reaktionen der Abgeordneten, die von der Regierung ein entschiedenes Handeln gegen Sodomie fordern, erfolgten unmittelbar nach dem öffentlichen Bekanntwerden der Freilassung des Täters.

 

Ein 65-jähriger Mann war am Montag, den 9. März 2004 beim sexuellen Übergriff auf ein Pony von den Tierhaltern überrascht worden und mußte wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Ebenso wie die deutsche Rechtsprechung verlangt die niederländische die Verletzung des Tieres als notwendige Voraussetzung für die Strafverfolgung. Da der Tierarzt, der die dreijährige Bella untersuchte, keine Verletzungen feststellen konnte, sind nach Aussagen der Staatsanwaltschaft keine rechtliche Schritte gegen den Täter möglich.

 

Christdemokraten (CDA) und PvdA fordern eine strengere gesetzliche Regelung der Sodomie, die ausdrücklich erkennbar macht, dass sexuelle Übergriffe auf Tiere strafwürdig sind, wenn die Gesundheit des Tieres dadurch beeinträchtigt wird, was ihrer Ansicht nach, schnell feststellbar ist.

 

Im Gegensatz hierzu sprechen sich List Pim Fortuyn (LPF), Sozialdemokraten und Grüne für eine vollständiges Verbot sodomitischer Handlungen aus. Der Abgeordnete Joost Eerdmans von der LPF spricht in diesem Zusammenhang von „reiner Gewalt“. Für ihn ist der Sex mit Tieren ein weitreichender Angriff auf die physische Integrität des Tieres und findet niemals mit Zustimmung des Tieres statt.

 

Zusammenfassung: Gabriele Frey

 

Quellen:

Englisch

Niederländisch