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IWF warnt vor Zunahme schwerer FälleDienstag, 17.04.2007
Die britische Internet Watch Foundation schlägt Alarm. Die Nonprofit-Organisation,
die sich unter anderem als Meldestelle für Fälle der Kinderpornographie
versteht, hat auch in ihrem jüngsten Jahresbericht wieder eine Zunahme der
extremsten Formen solcher Machwerke festgestellt.
Etwa 29% aller gefundenen, illegalen Fotos entfallen demnach in die
IWF-Klassen 4 (Penetration mit Beteiligung von Kindern) und 5 (Sadismus,
Sodomie mit Beteiligung von Kindern). Die Zahl der gefundenen URLs mit Fotos
von solchen extremen Formen des Kindesmissbrauchs sollen sich zwischen 2004
und 2006 vervierfacht haben.
Da die Zunahme bei den weniger extremen Formen schwächer ausfiel,
erkennt die IWF hierin einen Beleg für die gestiegene Nachfrage nach solchen
Inhalten. Eine Behauptung, die auch durch die Feststellung gestärkt wird,
dass über die Hälfte (57,1%) aller kommerziellen Web Sites für
Kinderpornographie derartige Bilder enthielten.
Wobei
dazu anzumerken wäre, dass die Zahl der kommerziellen Anbieter stabil zu sein
scheint: Im Jahr 2005 dienten 1.624 Domains solchen Zwecken gegenüber 1.667
im Jahr 2006. Allerdings wurden Fundstellen auch auf nicht (in diesem Sinne)
kommerziellen Servern entdeckt. Beliebt scheinen beispielsweise auch Dienste
zu sein, auf denen Fotos einfach und anonym "geparkt" werden
können. Immerhin 10,5% aller Fundstellen (n = 10.656) entfielen auf solche
Angebote.
Insgesamt - kommerzielle und nicht-kommerzielle Domains
zusammengefasst - zeigte sich aber auch, dass die meisten der mit diesen
Adressen verbundenen Server in den USA (54,3%) und Russland (28,4%) zu
lokalisieren sind. Beide Länder zusammen sind für 82,5% der illegalen Fotos
verantwortlich.
Ein weiteres. eher technisches Detail der neuen Studie ist es, dass
kommerzielle Anbieter inzwischen Tricks anwenden, um ihre "Werke"
vermutlich weniger leicht durch maschinelle Verfahren aufdecken zu lassen.
Sie zeigen die Fotos im WWW nicht mehr als Ganzes, sondern verteilen oft
tausende von Bruchstücken dieser Bilder auf verschiedene Server.
Erst dann, wenn der Besucher den kostenpflichtigen Download einleitet,
werden die Bilder als Ganzes geladen.Ein Verfahren, das nicht nur der Tarnung
dient, sondern auch dem Schutz vor juristischen Nachstellungen, meint IWF.
Denn keines der Puzzleteilchen kann für
sich betrachtet als illegal bezeichnet werden.
Quelle
Intern de. Informationsdienst Weitere Informationen zur Tierpornografie, Hintergründe und Schicksale finden Sie im Buch zum Thema:
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