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Essay Sexueller
Missbrauch an Tieren
"Jeder, der gewöhnt ist, das Leben anderer Lebewesen als wertlos zu
erachten, läuft Gefahr, schließlich auch das menschliche Leben als
wertlos zu sehen." Albert Schweitzer "Tierärzte
sollten das Unbemerkbare bemerken und die Menschen, die Tiere sexuell
missbrauchen, mit dieser Tatsache konfrontieren." Diese Forderung stammt
von Helen Munro, Royal School of Veterinary-Studies, Edinburgh, UK.
(Königliche Schule für Tierärztliche Studien, Edinburgh, UK) In einem
Kommentar (The Veterinary Journal, Vol. 172, p. 195 / Das Tierärztliche
Journal, Band 172, S. 195) schreibt sie: "Der
Eindruck entsteht, dass viele Menschen davon ausgehen, dass sexueller Missbrauch
von Tieren eine Art stillschweigend geduldeter sexueller Akt an Nutztieren ist, an
Tieren also, die groß genug sind, um nicht durch den Missbrauch verletzt zu
werden, und so machte man sich weiter keine Gedanken darüber." Und weiter
erläutert sie: "Es scheint, als wäre dies in unserem aufge- klärten
Zeitalter das letzte Tabu, und dies sogar bei den Tiermedizinern." "Weit
davon entfernt, harmlos zu sein, ist der sexuelle Missbrauch eine ernste Angelegenheit
in der Tiergesundheit." Munro
beleuchtet in dem Journal einen Fall von sexuellem Missbrauch, bei dem ein
Mann eine Flasche benutzte, und damit fünf Kälbchen schwere vaginale und anale
Verletzungen zufügte, die zum Tod der
Tiere führten. mehrerer
psychologischer Tests unterziehen, die seine Zurechnungsfähigkeit überprüften. Die
Ergebnisse dieses Tests waren für das zu erwartende Strafmaß relevant. Dr. Andrew
Rowan von der US Humane Society stimmt mit Helen Munro überein, dass alle
Fälle von Missbrauch an Tieren, die von Tierärzten an ihren Patienten
entdeckt werden, polizeilich gemeldet werden müssten. Aber er
gibt zu bedenken, dass missbrauchende
Tierbesitzer dann vielleicht vermeiden werden, die Verletzungen der
Tiere behandeln zu lassen
oder sie gar töten werden, um eine Entdeckung des Missbrauchs zu
verhindern. Der enge
Zusammenhang zwischen Missbrauch an Tieren und Gewalt an Serien-Killern
in Gefängnissen beleuchteten. Sie entdeckten, dass viele der Insassen
bereits als Kinder Tiere gequält oder getötet hatten. Heute
wird Missbrauch und Tierquälerei als Zeichen einer ernsten, psychischen
Störung gesehen. Es ist häufig ein Zeichen dafür, dass eine Person selbst
Gewalt aus erster Hand erlebt hat oder überdurchschnittlich gewalttätig
gegenüber anderen Menschen geworden war. Nicht nur
haben Experten diese Verbindung in den Lebensläufen von Serien- Killern
dokumentiert, sondern sie haben auch festgestellt, dass in Familien, in denen
sexueller oder anderer Missbrauch an Tieren stattgefunden hatte, sehr viel
häufiger auch Missbrauch an Kindern vorgekommen war; auch andere Formen
von häuslicher Gewalt waren in diesen Familien sehr viel häufiger
vorgekommen als in anderen, stabilen Familien. In den
vergangenen Jahren versuchten Wissenschaftler, das Wissen über diese
wichtigen Zusammenhänge zu vermehren.
Massachusetts Society for the Prevention of Cruelty to Animals (MSPCA)
– Massachusetts Gesellschaft für Prävention von Gewalt an Tieren –
Und die North-Eastern University – Nord-Ost-Universität – haben
Missbrauchsfälle an Tieren analysiert und der MSPCA zur Dokumentation
vorgelegt. Das war im Jahre 1997; die Fälle, die man analysiert hatte,
stammten aus den Jahren zwischen 1975 und 1996.
Die Ergebnisse dieser Studie lauteten: Missbrauchstäter
an Tieren waren eher bereit, nicht nur Gewalttaten an Menschen, sondern auch Diebstähle zu
begehen. Auch die Bereit- schaft, in die
Drogenkriminalität einzusteigen, ist erhöht. Auch Verbrechen gegen die
öffentliche Ordnung waren bei dieser Klientel häufig zu beobachten. Die Gruppe
der Opfer bei den Tieren bestand in der Hauptsache aus Hunden
und Katzen. Meistens
lebten die missbrauchten Hunde und Katzen im häuslichen Bereich der Täter. Opfer-Tiere
waren eher seltener Streunertiere. Missbrauch an
Tieren wurden meistens von jungen Männern resp. männlichen
Jugendlichen, begangen. Die Klage gegen sie wurde üblicherweise
von Frauen vorgenommen. Opfer-Tiere
minderjähriger Täter waren häufiger Katzen;
jugendliche Täter
vergingen sich häufiger an Hunden. Missbrauch an
Tieren war ebenso Ausgangspunkt für schwere Verbrechen
als auch deren Folge.
Mehr über diese Zusammenhänge: http://vachss.com/help_text/animal_dv.html
Im Jahr 2001
veröffentlichte Humane Society of US
– Gesellschaft für Menschlichkeit
in den USA – eine nationale Studie von sehr gut dokumen- Tieren Fällen
von Missbrauch an Tieren in den USA. Diese Studie
belegte, dass 92 % der diesbezüglichen Straftaten von Tätern männlichen
Geschlechts begangen worden waren.20% dieser Tätergruppe waren 18 Jahre oder
darunter.
Das Risiko verstehen lernen Es ist nicht so, dass
alle, die Tiere quälen oder töten, später Menschen als
Opfer zur Erfüllung ihrer Gewaltphantasien wählen. Experten
warnen vor dieser Vor-Verurteilung. Menschen, die
grausam mit Tieren umgehen, sind nicht notwendiger- weise grausam
zu Menschen, nur weil sie dieses Verhalten bei Tieren zeigten. Es ist zu warnen vor einem
„Wenn-Dann-Schluss: „Wenn P. als Junge Tiere quälte, dann wird
er mit Sicherheit als
Heranwachsender Gewalt an Menschen ausüben!“ Die Studien
zeigen aber, dass Menschen, die allgemein gewalttätig zu allen
Kreaturen sind, das gleiche Verhalten Mensch und Tier gegen- über auch
zeigen. Missbrauch an
Tieren scheint nicht das Resultat
einer schwachen Persönlichkeit
zu sein, das als Symptom auftaucht, sondern eher Das Symptom,
das aus einer tiefen, mentalen Störung heraus entsteht. „Gerichte, die Gewalt an Tieren als ‚geringfüge
Straftat’ ansehen, ignorieren eine tickende Zeitbombe.“
Was aber ist
zu tun, wenn Kinder und Jugendliche sich Tieren in missbräuchlicher Absicht
nähern? Um gewalttätiges
Verhalten bei Kindern zu verstehen, muss auf einen Zusammenhang zwischen
Familie, sozialem Umfeld und dem Freundeskreis der Kinder geachtet werden.
Dies trifft ganz besonders auf den Fall von sexuellem Missbrauch, von Kindern
und Jugendlichen an Tieren vorgenommen, zu. Wie
verschiedene Untersuchungen zeigten, hingen sexueller Missbrauch an Kindern
und deren häusliche Verwahrlosung sehr eng zusammen und bedeuteten ein hohes Risiko für spätere, kriminelle
Aktivitäten. Kinder mit dieser Vita sind häufig in steigendem Maße anfällig für
tierquälerische Akte. Diese rangieren von negativen aber noch relativ
normalen Experimenten (körperliche Züchtigung) zu einem höheren Ausmaß
an zerstörenden Aktivitäten (körperlicher Missbrauch, sexueller Missbrauch und
häuslicher und außerhäuslicher Gewalt). Körperliche
Gewaltanwendung Offensichtlich
ist im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Tieren die Verbindung zwischen der
körperlichen Bestrafung eines Kindes und dem tier- quälerischen
Akt. Zwei kürzlich
erschienene Studien zeigen diesen Zusammen- hang auf. In
einer Untersuchung an 267 Studenten, von denen 68,4 Prozent weiblich
waren, befragte Flynn 1999a) die TeilnehmerInnen über ihre Erfahrungen mit
dem Missbrauch von Tieren (u.a. das Verletzen, das Quälen oder das Töten von
Haustieren oder Straßentieren, sexuellen Akten mit Tieren). Studenten
reagierten auch auf Programmpunkte, die das Prügeln von Ehefrauen und den
ehelichen Missbrauch betrafen. Insgesamt bei 34.5 Prozent der
Studenten und 9.3 Prozent der Studentinnen wurde über zumindest über einen
Vorfall von Missbrauch von Tieren berichtet. Die Zahl
derer - von Männer sowohl als auch von Frauen - waren signifikant
höher bei denen, die den Gebrauch von körperlicher Züchtigung von Kindern und
das Schlagen von Ehefrauen billigten. Obwohl diese
Tests keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Missbrauch von Tieren
und verprügelten Kindern und Ehefrauen herstellen konnten, lassen sie
doch Assoziationen zwischen dem Missbrauch von Tieren und dem Akzeptieren von
Verhalten, das in diese Richtung geht, zu. In anderen Testreihen mit den gleichen
Testbedingungen und Testpersonen fand man heraus, dass
in der Lebensgeschichte der männlichen Studenten, die Missbrauch an Tieren
begingen, wesentlich häufiger Väter auftauchen, die ihre Söhne in der
Jugend körperlich züchtigten und straften. Biographien
von Männern, die Tiere missbrauchten, zeigen ein 2,4-mal höheres Aufkommen
von misshandelnden Vätern als bei Männern, die nicht körperlich gezüchtigt
worden waren (57,1% und 23,1 %, resp. p<0.005). (Andrew Rowan, in: Understanding Animal
Cruelty) Zusammenfassend
kann gesagt werden: Häusliche Gewalt ist das
schlechteste Beispiel für eine Kindliche Seele, die am Modell
lernt. Und das sind nun mal zumeist Vater und/oder Mutter. Wenn das Kind Zeuge von Gewalt an Mensch und/oder Tier wird,
wird das die kindliche Seele zutiefst verstören. Und dennoch wird das Kind dieses Beispiel in sich hineinnehmen, in
seine Erlebniswelt und in sein Empfinden. Entdeckt man
einen Täter, so ist es, als würde man einen roten Faden finden, der achtlos
hingeworfen worden war. Zieht man dann daran, kommt ein ganzes Knäuel hervor, ein ganzes Bündel von soziologischen, psychologischen
und häuslichen
Schwierigkeiten. Zahlreiche
psychologische, soziologische und kriminologische Untersuchungen der letzten 25 Jahre
haben gezeigt, dass Täter häufig in ihrer Kindheit und Jugendzeit ernsthafte
und wiederholte Grausamkeiten an Tieren begangen oder und auch in ihrem
familiären Umwelt erlebt hatten. Seit 1970
etwa ist der enge Zusammenhang zwischen Tierquälerei und anderer schwerer
Verbrechen bekannt. Als man daran
ging, die Lebensläufe von Serien-Mördern zu durchleuchten, fand man heraus,
dass die meisten von ihnen (96%) einschlägige Erfahrungen mit dem
Quälen und Töten von Tieren aufwiesen. Auch bei
Tätern, die wegen anderer Gewaltdelikte angeklagt waren, fanden die
Wissenschaftler regelmäßig Akte der Tierquälerei und der Ermordung von Haustieren. Die
Amerikanische Psychiatrische Gesellschaft betrachtet Tierquälerei als eines
der Diagnose-Kriterien für eine schwere Verhaltensstörung. Auf den Punkt
gebracht "Der
Missbrauch eines Tieres stellt einen Weg für einen Menschen dar, Macht,
Freude, sexuelle Erfüllung durch das Foltern eines Opfers, das sich weder wehren
noch sich selbst beschützen kann, zu erfahren" (Pet-Abuse-Cruelty-Connections). Und der
Psychologe Dr. Randall Lockwood sagt: "Ein
Kind, das Zeuge von häuslicher Gewalt, auch und gerade von Gewalt
an Tieren,
wurde, wird häufig diese erlebte Gewalt in Experimenten an Tieren ebenfalls
ausleben." Und Lockwood
führt weiter aus: "Vieles an Gewalt an Tieren... geschieht wirklich nur aus
Gründen von Macht und Kontrolle. Der Täter fühlt sich machtlos, ohnmächtig,
seinem Schicksal ausgeliefert, und hat häufig ein minderwertiges Selbstbild
und ein geringes Maß an Selbstachtung. Deswegen fühlt er sich stark, indem er
nun über das Leben und das Wohl seines Opfers bestimmen kann." Und was ist
mit Frauen, die zu Täterinnen werden, die Tiere quälen oder miss- brauchen?
Lockwood spricht hier davon, dass diese Frauen "selbst
eine Vita als Opfer haben und dadurch eine Menge von Wut-, Hass- und Rachegefühlen
hegen können." Im folgenden
gebe ich Beispiele von dieser unseligen Verknüpfung zwischen dem Akt des
Tierquälens, des sexuellen Missbrauchs an Tieren und den schrecklichen
Auswüchsen von erlebter und weitergegebener Gewalt: Patrick
Sherill, der 14 Mitarbeiter in einem Postamt und danach sich selbst
umbrachte; er hatte eine Reihe tierquälerischen Verbrechen begangen,
u.a. ließ er seinen Hunde andere Hunde absichtlich attackieren. Earl Kenneth
Shriner, der auf einen ca. 7 Jahre alten Jungen eingestochen hatte, ihn
vergewaltigte und verstümmelte, war in der ganzen Nachbar- schaft bekannt als " der Mann, der in das Rectum von Hunden
Feuerwerkkörper steckte
und Katzen aufhängte". Albert
DeSalvo, der sich selbst als „Würger von Boston“ bezeichnet hatte, fing
Hunde und Katzen in Fallen, steckte sie in Orangen- Kisten und
schoss Pfeile durch die Boxen. Bevor man ihn
überhaupt in Zusammenhang mit den Morden an 13 Frauen in
Boston brachte, wurde er im Gefängnis ermordet. Dort war er
wegen eines ungeklärten
Vergewaltigungstatbestandes Eingesessen. Jeffrey
Dahmer hatte als Kind schon Frösche aufgespießt, Hunde Enthauptet
und Katzen in seinem Garten auf Bäume gespießt. Als
Jugendlicher begann Dahmer seine Karriere als chronischer Mörder. Er wurde
zu Tode verurteilt wegen folgender Verbrechen: Töten und
Zerstückeln von 17 Männern und Jungen, in einigen Fällen auch
Kannibalismus. Ein neuerer
Fall soll noch vorgestellt werden, damit man sehen kann, wie in den USA Fälle
von sexuellem Missbrauch behandelt werden (hier im Bundesstaat NJ): "Pit-Bull
sexuell missbraucht am 16.1.2007 in Essex. Für die
Ergreifung des unbekannten Täters werden 5000 Dollar ausgelobt." Die Humane Society Associates von Newark
erfuhr am 16. Januar d.J. von der
Newarker Polizeidirektion, dass eine junge Pitbull-Hündin durch einen
örtlichen Bewohner sexuell missbraucht
worden sei. Eine Ambulanz fuhr in die .......Street - im
Originaltext steht die genaue Anschrift - und rettete die kleine, verwundete
Hündin. "Sie war
ganz kalt, als ich sie berührte, sie war in einem Schockzustand. Sie hatte
schwere, innere Blutungen und sie konnte nicht einmal mehr aufstehen",
sagte Debbie Beyfuss. "Wir waren selbst alle ganz krank, als wir das
sahen!" Gemäß der AHS
meldeten sich zwei Frauen, die den Vorfall beobachtet hatten; sie wollten
sich aber nicht als offizielle Zeugen zur Verfügung stellen. Die AHS hat
daraufhin einen Betrag von 2500 Dollar ausgelobt für den, der Hinweise auf den Verdächtigen hat, die
zu dessen Überführung und Verhaftung beitragen. 2600 Dollar gab auch die " Newarker
Gesellschaft für die Prävention von Gewalt an Tieren" dazu. Nun standen insgesamt 5000 Dollar
für die Auffindung des Täters oder der TäterInnen zur Verfügung. "Kate",
diesen Namen gaben ihr die Tiermediziner, die ihr das Leben gerettet haben.
"Kate ist jetzt freundlicher und motivierter geworden. Wir möchten
erreichen, dass sie nicht mehr so viel Angst hat vor fremden Menschen. Wir möchten,
dass sie wieder Vertrauen zu Menschen bekommt durch unsere Arbeit mit ihr;
wir haben ja schon große Erfahrung durch die vielen anderen Opfer die hier
durch unsere Türe hereinkamen", sagte ein Vertreter von AHS zu 1010 Wins
am 30.1.07. Auch diesem
Fall waren eine Ortsbeschreibung und eine Satellitenaufnahme beigefügt. Ich hätte sie gerne hier
vorgestellt, weil die TäterInnen-Namen nicht aufgeführt waren, lediglich die
Straßennamen, aber ich konnte sie wegen der strengen Nutzungsgenehmigung dieser
Kartendaten nicht veröffentlichen. Lassen Sie
uns noch zwei aktuelle Beispiele ansehen, aus denen die ganze Brutalität zu erkennen ist, mit der
TäterInnen an Tiere herangehen können: Am 9. Juli
2007 geschah in Palmetto, Florida
(US) folgende Straftat (Felony CTA). Verdacht auf sexuellen
Missbrauch einer Stute. Verdächtigt:
Leslie G. Ein
63-jähriger Mann stieß laut Aussage eines Polizeibeamten zweimal seinen ganzen Arm in
die Scheide einer Stute.
Am Dienstag musste er dafür ins Gefängnis, weil das Gericht ihn eines tierquälerischen Verbrechens schuldig
gesprochen hatte. Er habe, so das Gericht, einem Tier unnötige Qual und
unnötiges Leiden zugefügt. Die
Besitzerin der Stute, Donna Marie Holmes, 48, habe zuerst G. in dem Pferdestall am Montagmorgen
konfrontiert, als sie sah, dass der Mann nahe bei der Stute Bella stand, mit der Hand
"ganz hinten" beim Pferd. G. sagte, er
habe das Pferd zwei Wochen vorher geritten, als er ein Pferd kaufen wollte. Die
Besitzerin stritt vehement ab, dass sie zugelassen habe, dass er sich beim Pferd aufhalten
und es versorgen dürfe. Sie befahl ihm, ihr Grundstück und ihre Pferde
zu verlassen. Dann rief sie die Polizei. Die Beamten
sagten, dass das Pferd blutete aufgrund des Eindringens. Homes sagte,
Bella habe schmerzhafte Laute von sich gegeben und habe Mühe gehabt
zu atmen. G. konnte für
einen Kommentar nicht erreicht werden. Aber er sagte den Beamten, dass er
seine Hand nicht in das Pferd gesteckt hätte. Er sagte, er
habe das Blut des Pferdes an seinem T-Shirt gehabt, weil das Pferd ihn angepinkelt habe. Ein Zeuge sagte jedoch aus, er habe G.
gesehen, als er das Pferd belästigt habe. Ein Fall von
Missbrauch, der die Gemüter besonders erregte, geschah in
New Braunfels /USA. San Antonio Express-News berichtete am Freitag,
7.Sept.2007 darüber: "Die Gefangennahme
dreier Jungen letzte Woche löste eine internationale Reaktion
des Entsetzens aus; die Jungen hatten einen Welpen gefoltert und dann getötet;
hitzige Diskussion in Chat-Rooms und eine Online-Petition drängten auf
eine intensive Verfolgung dieses Falles. Mehr als 7
500 Menschen hatten bis letzten Dienstag die Petition unter- zeichnet, und
jede Stunde kommen noch Dutzende von Unterschriften hinzu. Viele
lassen den Jungen die Botschaft ausrichten, man solle ihnen das gleiche
antun, was sie dem kleinen Hund angetan hatten, einem kleinen Spitz namens
Toby. Die Jungen,
12, 14 und 16 Jahre alt, fanden Toby auf der Straße. Die Beamten,
die den Fall verfolgen mussten, sagten, die Jugendlichen hätten den
kleinen Hund, der sich in der Nähe eines verlassenen Hauses befand,
gefunden. Sie brachen
seine Beine, hängten ihn kopfunter an einen Baum, schlugen ihn mit einem
Brett, in dem Nägel steckten, verbrannten ihn mit einer Kerze, und
schließlich schlugen sie dem kleinen Hund den Kopf ab. Als über
diese schreckliche Tat berichtet wurde, erfuhren Leonora Tavera und ihre
Tochter Stephanie, eine Welle von Unterstützung. "Es ist
so überraschend für mich, und es gibt mir ein gutes Gefühl. Niemals hätte
ich gedacht, dass so viele Menschen von dieser Tat erfahren würden. Die drei
Jungen wurden der Straftat des Tierquälens, die mit dem Tod des Tieres
endete, bezichtigt. Wenn sie als Erwachsene verurteilt werden, würden zwei
Jahre Gefängnis auf sie warten. Aber als Jugendliche behandelt, wartet wohl
eine Unterbringung in dem Texas Youth Commission Facility
(Eine Art Erziehungsheim für Jugendliche); dort müssten sie bis zu ihrem 19.
Lebensjahr bleiben. Dieses Ziel streben die Polizisten, die den Fall
verfolgten, auch an. Zwar lag in
diesem Fall kein sexueller Missbrauch vor, aber ich habe ihn deshalb hier
vorgestellt, weil die zu erwartende "Karriere" der
Jugendlichen hier schon abzusehen
ist, wenn nicht eingegriffen wird, wenn die Jugendlichen nicht zur Einsicht gebracht
werden können: die Karriere als Täter, zuerst als Täter an Tieren, dann die
Karriere als Täter an Menschen..... Nun noch ein Blick auf Zahlen In den USA werden,
wie bereits erwähnt, Fälle von Grausamkeit an Tieren äußerst wachsam beobachtet
und registriert. Es gibt sogar Landkarten, auf denen die Zahlen
von Misshandlung, Missbrauch, das Töten von Haustieren
genauestens verzeichnet sind. Dieser Report zeigt
das Vorkommen von Typen von Tierquälerei pro Jahr, pro Bundesstaat. Dass
in diesem Report nicht alle Fälle von Tierquälerei verzeichnet sind,
ist klar. Die Dunkelziffer der Straftaten ist sicher wesentlich höher. Übrigens
stehen bei pet.abuse.com - der Quelle dieser Zahlenangaben – auch die
Daten von Gerichtsverhandlungen gegen Tierquäler, mit Zeit- und Ortsangabe. Und das,
weil man in Amerika die tragischen Zusammenhänge zwischen dem Quälen und Töten
von Tieren, begangen von Kindern und Jugendlichen, erkannt hat; und auch, dass zu einem späteren
Zeitpunkt sehr häufig - aber nicht immer! – das Quälen und Töten von Menschen hinzukommt.
USA, gesamt,
2007 (bis
heute) 1.303
Fälle Quelle: Pet-Abuse.com Ich hoffe, mit diesen
Ausführungen zur Erhellung eines Themas beigetragen zu haben, das unter
"Verschwiegenes Tierleid'" geführt wird. Die Zusammenhänge
zwischen "Verschwiegenem Tierleid" und anderer Formen von
Gewalt - auch an Menschen - sind so eng verknüpft, dass man über das
gesamte Thema nicht mehr schweigen darf. Kontakt: Mag. Dr. Annamaria
Grabowski Dipl.Psych. - Dipl.Päd. http://europa-creatures-needs.org/ Zur Autorin: Dr. Annamaria Grabowski wurde In Budapest (Ungarn) geboren
und wuchs in Belgien und Deutschland auf. Studium an der Universität Regensburg, an der Katholischen Universität Eichstätt, an der Universität Salzburg und an verschiedenen
Universitäten in den USA. Sie studierte Psychologie, Philosophie,
Medizin, Kunst und Germanistik. Psychoanalytische Ausbildung bei Dr. Günther Krapf,
München. Schwerpunkt der therapeutischen Arbeit: Nationalsozialismus und dessen Folgen, Krisenintervention,
Suizidprävention. Heute intensiv im Tierschutz tätig. Schwerpunkt:
Mensch-Tier- Beziehung (z.B. Animal-Hoarding).
Webseite: ALLIANCE FOR ALL ANIMALS' RIGHTS EUROPE Motto: Gewalt zu verdammen, ist leicht. Was wir brauchen: mehr Forschung, individuelle und
soziologische, die Gewalt betreffend. Hier können wir sehr viel von anderen (z.B.
USA) lernen. 17.10.2007 |
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